Atomic REDSTER XTi CUSTOM

Am 31.12.2016 hieß es wieder: „Der Berg ruft“. Dieses Jahr sollte es jedoch kein Leihski sein, sondern einer, den ich genau so haben wollte: Eine brachiale Latte für die Piste. Schnell war für mich klar, welcher es werden soll: Der Atomic REDSTER DOUBLEDECK 3.0  XT mit 175 cm Länge.  Doch dann kam es doch anders!

Und zwar habe ich den Button „Customize“ auf der Webseite von Atomic entdeckt, der der auf das Custom-STUDIO von Atomic führt. Schnell, fast zu schnell habe ich mich in die Möglichkeiten gradezu verliebt. Leider gab und gibt es hier nicht den REDSTER DOUBLEDECK, sondern „nur“ den Atomic REDSTER XTi mit der XT 12-Bindung.

Atomic sagt über den Ski:

High-End-Modell ohne Kompromisse – die perfekte Kombination aus Slalom- und Riesentorlauf-Ski.

Also ein Mix aus Slalomcarver  und Racecarver. Auch wenn dann nun doch nicht ganz Fisch oder Fleisch fand ich die Kombination interessant. Slalomcarver (kurz SL) haben dabei einen relativ kleinen Radius von meist zwischen 11 und 13 m. Slalomcarver fährt man relativ kurz (Faustregel: Körperlänge – 10-15 cm). Racecarver haben einen relativ großen Radius von meist 16 – 21 m. Racecarver fährt man relativ lang (Faustregel: Körperlänge). Racecarver werden auch Riesenslalomski (RS) oder GiantSlalom (GS) genannt. Bei den Eckdaten vom Atomic REDSTER XTi stellte sich raus, das er doch eher ein Slalomcarver bei 164 cm ist mit einem sagenhaft kurzem Radius von 11,7 m.

Ansonsten: 122,5 mm breit in der Schaufel, 70 mm unter der Bindung und am Ende wieder 109 mm.

Und nun das tolle: Man kann ihn designen, wie man gerade möchte. Bei einer Lieferzeit von 4-6 Wochen war ich schon am zittern, ob dieser noch rechtzeitig ankommen würde und habe den Designprozess sehr schnell umgesetzt. Ggf. ist mir dabei die ein oder andere Feinheit durchgegangen aber Das Ergebnis ist dennoch richtig schick, einmalig und eben ein Hingucker auf der Piste.

Zwischenzeitlich gab es noch einen anderen Entwurf im Dazzle-Camouflage inspiriert durch den BMW M4 von JP Performance.

Hier fand ich die Farben aber nicht knallig genug, sodass ich von der Lösung wieder Abstand genommen habe. Gäbe es hier noch Neon-Farben, die man hätte Wählen können, wäre es sicherlich eine coole Alternative gewesen.

Fahreigenschaften vom Atomic REDSTER XTi Custom

Der Winterurlaub in Königsleiten in Österreich war von zunächst sehr warmen Tagen geprägt, dann fast nahtlos von Schneefall, Sturm und bis zu -22°C. Keine Einfachen Bedingungen: Zunächst Kunstschnee und Sulz und dann Neuschnee und Eisplatten. Dazwischen gab es jedoch auch noch zwei großartige Tage bei denen man den Ski unter optimalen Bedingungen testen konnte.

Unter besagten optimalen Bedingungen lässt der Ski superleicht drehen, er verleitet zum Spielen mit den Radien und kann hier relativ gut zwischen sehr kurzen Schwüngen und großen Bogen wechseln. Bei höheren Geschwindigkeiten (60-65 km/h) wird der Ski dann etwas unruhig, bleibt aber stets kontrollierbar.

Sofern die Kante noch scharf ist, kann man auch auf Schnee mit Eisplatten gut fahren und wenn man doch mal anfängt zu rutschen, lässt man den Ski ein Stück weiter laufen und kann dann weitercarven. Die Gleitfähigkeiten ließen auf Neuschnee und Tiefschnee (50-75 cm) dabei zu wünschen übrig. Dies mag jedoch daran liegen, das das Wachs weg war oder es einfach nicht für die Bedingungen gemacht war. Dafür, das der Ski nicht für den Tiefschnee gemacht wurde, ließ er sich dennoch recht gut hier bewegen und man hatte seinen Spaß.

Fazit

Wer ebenso nicht einen Ski von der Stange haben möchte, dem kann ich das Modell des Custom-Skis bedingungslos empfehlen. Auch interessant zu sehen ist, dass Atomic so hier einen Direktvertrieb an den Kunden aufgebaut hat. Darüber hinaus die den Massenfertigung mit Losgröße eins umsetzt. Ein schönes Beispiel für Industrie 4.0.

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