Angetestet: DJI MAVIC Pro in der Fly More Combo

DJI Mavic Pro Fly More

Nachdem nun auch die Verfügbarkeit seit ein paar Wochen  der DJI MAVIC Pro gewährleistet ist, kann ich auch diese nun mein eigen nennen. Eigentlich warte ich schon sehr lange sehnlichst auf die GoPro Karma, da diese aber immer noch nicht in den Startlöchern steht und ich wieder länger fliegen möchte, ohne dabei auf Akkulaufzeit oder eine ewig große Drohne zu achten, habe ich mich nun von dem Produkt überzeugen lassen.

Historie meiner Drohnen

Angefangen hat es irgendwann vor 3-4 Jahren mit einem Selbstbau aus Hobbyking-Komponenten für einen Tricopter nach dem Vorbild von David Windestål und seinen Tricoptern. Damals one of a kind und FCKNG AWSM! Das gute Teil hat so sagenhafte 45 Sekunden Flugzeit bekommen, danach war „der Gerät“ doch etwas unsanft aus dem Himmel gekommen und hat sich im Boden eingegraben. Diverse Reparaturversuche waren überwiegend erfolglos und das gute Teil war eigentlich nur ein Teil an demich sehr viel Erfahrung gesammelt.

Nach der Einsicht, dass ich keinen Tricopter kontrollieren kann, der von mir selbstgebaut wurde, bin ich auf das technisch deutlich einfachere Konzept ausgewichen. Einen Quadcopter mit DJI Flightcontroller. So hatte ich nun eine (oder zwei) TBS Discovery von Grund auf aufgebaut, mit DJI NAZA M V2-Flightcontroller und einem 4s-Setup, nun später auch eine Long Range/Endurance Kit auf einer Discovery Pro mit 4s Setup, damit man nicht wieder alles wegwerfen durfte. Dafür Motoren mit weniger kV (für die nicht Drohnen Enthusiasten: stärkere Motoren, die bei geringerer Drehzahl mehr Kraft haben), größere Props (also Propeller). Ein relativ abartig großer Quadcopter, den man nicht mal eben mitnehmen konnte oder wollte. Wenn dann hat das Teil aber auch immer seine Aufmerksamkeit bekommen 😉

Daher und weil langsam die Flugfähigkeiten besser wurden als Zweitdrone noch eine Lumenier QAV 250 mit einem 3s Setup, kein Gimbal und relativ sporty zum rumbolzen. Hier war die Zeit des Aufbaus dann auch vermutlich länger als ich diese letztlich geflogen bin. Beides hat letztlich nicht mehr meine Bedürfnisse erfüllt. Zumal die Gesetze in Europa so langsam die Gefahren bzw. Risiken aufgegriffen haben und man entweder nicht mehr gerne gesehen war oder man sich zunehmend auch mal den

Richtig sportlich fliege ich eigentlich nicht – schlicht, weil ich es nicht kann bzw. nie gelernt habe. Dei große Drohne mit 5000 mAh-LiPo (Lithium-Polymer-Akku), Gimbal (Stabilisator für die GoPro Hero 4: DJI Zenmuse H3-2D) und allem anderen Zubehör war gewichtstechnisch bei 2,1 – 2,3 kg und man hat das Teil echt nicht -mal eben – irgendwohin mitgenommen. Es war immer eine sehr bewusste Entscheidung zum Fliegen mit der Drohne. Die QAV 250 war da schon deutlich handlicher wobei auch die Drohne, Fernbedienung und FPV-Brille waren auch immer beide Hände voll, sodass man auch hier das Teil nicht eingesteckt hat und dann irgendwann mal, weil es sich gerade ergeben hat, geflogen ist. Daher und weil ich nicht so wie im folgenden Video fliege (oder es auch nur kann) war ich so also auf der Suche nach einer neuen Drohne.

Anforderungen an die Drohne

Wie oben skizziert hätte ich gerne einen guten Kompromiss aus beiden Welten:

  • Längerer Flugzeit (20 Minuten +)
  • Die Möglichkeit ein wenig zügiger fliegen zu können (60 km/h)
  • Eine gute Transportfähigkeit, sodass sich die Drohne inkl. Fernbedienung und allem gut in einem Rucksack verstauen lässt
  • Video-Downlink (optimaler Weise HD)
  • FPV-Möglichkeiten
  • 4K-Video-Aufnahme

Im Herbst 2016 also GoPro dann die Karma vorgestellt hatte, dachte ich die Lösung für mein Problem gefunden zu haben. Ich hätte Sie auch schon direkt bestellt und genutzt. Besonders Charmant war hier der Griff, der es ermöglicht hat, dass der Gimbal auch als 2-Achsen-Handheld genutzt werden konnte und so auch für den Urlaub noch mal die ein oder andere Möglichkeit mehr eröffnet hätte. Kurz drauf kam nun DJI hinterher mit der Präsentation der DJI Mavic Pro. Hier war ich zunächst sehr skeptisch und habe aufgrund des Pricings weiterhin die GoPro Möglichkeit präferiert. Nach und nach wurde ich glaube ich auch Fan dieser Lösung, als ich im Winterurlaub jemanden getroffen hat, der die DJI Osmo X3 trotz widrigster Bedingungen (-15°C und Schneesturm) eingesetzt hat und ich die Lösung bisher immer nur als Schönwettergerät abgetan habe.

Technische Eckdaten DJI MAVIC Pro

DJI Mavic Pro
DJI Mavic Pro

Sooo, seit kurzem habe ich somit nun die DJI MAVIC Pro. Ich habe mit die DJI Mavic Pro direkt bei DJI in der Fly More Combo geholt, so gibt es zusätzlich zum Quadcopter noch:

  • zwei weitere Akkus: Intelligent Flight Battery (Einzelpreis: 99,- €)
  • zwei weitere Paare Propeller – Faltbare Schnellverschlusspropeller (UVP je Paar: 9,- €)
  • eine Umhängetasche zum transportieren der Mavic (89,- €)
  • eine Akkuladestation, an der man bis zu drei Akkus zeitgleich aufladen kann (45,- €)
  • ein Autoladegerät, damit man auch unterwegs die Akkus (55,- €)
  • einen Adapter für die Akkus um sie zum Laden von USB-Geräten zu nutzen – Battery auf Power Bank Adapter

Abmessung eingeklappt: 8,3 cm breit, 8,3 cm hoch und 19,8 cm lang. Ausgeklappt dann 30,5 cm breit und 24,5 cm breit ohne Propeller, an der Höhe tut sich nichts.

Das Gewicht liegt dabei bei 753 Gramm (nach dem Gewicht meiner Waage) mit  Gimbal-Haube ebenso wie Propellern. Somit deutlich unter einem kg und falls es mal bald eine Gewichtsklasse bis 750 g gibt, dann liegt diese mit ein wenig „good will“ auch darin.

Die Fernbedienung ist superkompakt, liegt dennoch gut in der Hand. Die Stickst haben eine gute Haptik und liegen gut am Daumen. Auffällig ist, das beide Sticks sich automatisch in der Mitte zentrieren. So ist die Fernbedienung auch nicht direkt mit Mode 1 (Gas rechts) oder Mode 2 (Gas links) belegt, dies lässt sich in der Konfiguration frei wählen.

Zum losfliegen müssen zunächst die Akkus der DJI MAVIC Pro und der Fernbedienung geladen werden. Weiter noch die App „DJI GO 4“ auf das Smartphone herunterladen und installiert werden. Dann alles gestartet werden (Gimbal-Halterung entfernen nicht vergessen, Tippen und dann gedrückt halten vom Ein-/Ausschalter). Die DJI-App verlangt noch nach einem Login bzw. der Registrierung. Zuletzt noch ein Firmware-Update, welches ca. 20 Minuten dauert. Für dieses muss der Akku der Funke als auch des Kopters mehr als 50% geladen sein. Dann kann es aber auch schon losgehen. Ready-to-Fly (RTF), wie man es sich wünscht!

Die Drohne startet entweder über das Kommando, dass beide Sticks innen und unten gehalten werden oder über den Touchscreen-des Handy über den Abheben-Button und dann „Swipe to fly“. Je nach Kenntnissen kann man direkt abheben (sogar in der Wohnung) und losfliegen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ist im Freien, hat ein paar Meter Platz und wartet bis man im GPS-Mode ist.

Zunächst hovert die DJI MAVIC Pro an einer Stelle 1-2 m über dem Boden. So als hätte man Sie anbetoniert: Kein Driften, kaum merkliche Korrekturen – sehr beeindruckend. Das wird durch zwei Kameras erreicht, die so auch optisch die Position erkennen und so halten. Zum zweiten ist ein Ultraschall-Sensor verbaut, über den die Höhe gehalten werden kann auf wenige cm genau. Das letzte Assistenzsystem ist die FlightAutonomy-Technologie (die zwei Kameras in der Front), dieses sorgt für eine Hindernisserkennung in bis zu 15 m vor dem Kopter. Diese werden dann – auf Wunsch – angezeigt oder vollautomatisch umflogen. Nichts was ich bisher groß ausprobiert hätte aber auf jeden Fall eine Funktion, die ggf. den ein oder anderen Absturz verhindert.

Fazit

Mit der Akkukapapazität von 3830 mAh hat man eine maximale Flugzeit von 27 Minuten. Nun scheiden Sich die Geister ob es 23, 24, 25 oder eben bis zu 27 Minuten sind. Auf jeden Fall deutlich spürbar mehr als 20 Minuten und das gibt einem eine sehr entspannte Freiheit beim Fliegen.

Und das werde ich nun auch machen: Einfach mal wieder ein wenig Fliegen. Wer nun auch Lust bekommen hat, dem kann ich bei dieses Gerät empfehlen!

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