Filmreview: Deadpool

Review zum Film Deadpool

Deadpool ist ein klassischer Action-Streifen, der am 11. Februar auch bei uns in die deutschen Kinos kam. Es handelt sich dabei – wie viele es sich sicherlich schon dachten – um eine Comicverfilmung aus aus dem Hause Marvel, die sich in die X-Men-Reihe eingliedert an Position acht.

Der Film steigt direkt im lustigem Treiben vom Anarcho-Superhelden Deadpool aka Ryan Reynolds ein. Per Retrospektive wird die Story dann kurz und knackig aufgearbeitet: Wade Wilson, ein ehemaliges Special Forces-Mitglied, lernt seine Traumfrau Vanessa (gespielt durch Morena Baccarin) kennen, lieben und will diese heiraten. Just in diesem Moment bekommt er die Diagnose Krebs im Endstadium, daher lässt er sich auf ein gefährliches Experiment ein, das ihn mit beschleunigten Heilungskräften ausstattet. Die Nebenwirkungen: Eine instabile Persönlichkeitsstörung und immer ein lockerer aber zumeist deutlich unter die Gürtellinie gehender Spruch auf den Lippen:

Stooop! Ihr fragt Euch vielleicht, was soll der rote Anzug? Na, damit die Bösen nicht sehen, wenn ich blute. Er hat das Prinzip verstanden, er trägt ne braune Hose!

und auch sein Gesicht hat bei der Verwandlung etwas abbekommen (aus dem Gespräch zwischen Wade und seinem Freund Weasel):

Du bist … hinreissend, als hätte ne Avocado Sex mit ner älteren Avocado gehabt.

Da Wade bei dem Experiment durch den Bösewicht Ajax (gespielt von Ed Skrein) ein wenig mehr gefoltert wurde als das nötig gewesen wäre und dieser ihm obendrein auch noch sein Gesicht verschandelt und im späteren Verlauf ihm sogar noch seine Frau entführt, ist die Story gesetzt und es will zünftig Rache für diese Missetaten geübt werden.

Dabei interagiert Deadpool immer wieder mit dem Publikum direkt, spricht dieses an, wodurch er die Vierte Wand durchbricht.

Mindestens ebenso häufig werden andere Filme aufs Korn genommen, so wird beispielsweise der Film 127 Stunden genutzt, um zu vermitteln, was nun gleich passieren wird oder Hal Jordan aus dem DC-Green-Lantern-Korps:

Ich will nicht, dass der Superhelden-Anzug grün ist, oder animiert!

Aber auch die eigenen X-Men bekommen regelmäßig ihr Fett weg, sowohl die halb verbündeten Negasonic Teenage Warhead oder Colossus, also auch ältere X-Men.

Ich habe dieses Jahr bisher noch nicht so viel Tränen vor Lachen in den Augen gehabt. Ein wahres Feuerwerk an Sprüchen, Querverweise an jeder Stelle und auch die direkte Interaktion mit den Zuschauern bringt eine witzige Komponente ins Spiel, die den Film allemal sehenswert macht. Ich freu mich auch schon, Deadpool irgendwann noch mal auf Blu-Ray zu sehen

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