Filmreview: The Revenant – Der Rückkehrer

Achtung, für Zartbesaitete, Tierliebhaber und Menschen, die kein Blut und abgetrennte Extremitäten sehen können: Der Streifen ist leider nichts für Dich. Hin und wieder fühlt man sich an Bruce Willis uns seine „Stirb Langsam“-Filme erinnert. Denn Leonardo DiCaprio aka Hugh Glass und Tom Hardy aka John Fitzgerald geben sich in dem vielfältigem aber sehr blutrünstigem Western/Thriller nichts und das Schauspiel von DiCaprio ist atemberaubend: Gebt ihm endlich seinen Oscar, er hat ihn so langsam echt verdient.

Ein US-amerikanischer Historien-Western-Thriller, dem Genre nach. Inszeniert wurde das Leinwandspektakel von dem mexikanischen Regisseur Alejandro G. Iñárritu. Der Film ist aus dem Jahr 2015 und kam nun im Januar 2016 auch bei uns in Deutschland in die Kinos. Der Film basiert dabei auf einem Roman (The Revenant: A Novel of Revenge) und wurde von wahren Gegebenheiten realer Personen inspiriert: Hugh Glass, John Fitzgerald und Jim Bridger. Der Trapper Hugh Glass wurde 1823 von einem Grizzly angefallen und von seinen Kameraden zum Sterben zurückgelassen und kämpfte sich mehrere Monate durch die Wildnis, um wieder in die Zivilisation zurückzukehren.

Im Folgenden möchte ich auf eine gewisse Spoiler-Gefahr nicht ausschließen Wenn Du den Film also noch nichts gesehen hast, dann ließ hier auf eigene Gefahr weiter.

Die Story braucht – nach meinem Empfinden – ein wenig um in die Gänge zu kommen (Konflikt von Indianern vs. Pelz-Jäger). Bei einem knapp drei Stunden Film fällt dieses jedoch nur wenig ins Gewicht. Nachdem Glass dann auf der Flucht von einem Grizzly regelrecht zerfleischt wird (natürlich nicht ohne dem Zuschauer dabei jedes Detail dieses Martyriums en detail zu verbildlichen) und kurz darauf notdürftig geflickt zu werden um dann zurückgelassen zu werden und damit den Hauptplot (Rache an Fitzgerald) zu inszenieren. In den folgenden 1,5 Stunden versucht DiCaprio dann den Arikaree- und anderen Indianern zu entkommen, wird von französischen konkurrierenden Trappern gejagt und schafft es zum Basis-Fort der Rocky Mountain Fur Company um direkt wieder aufzubrechen und Rache an John Fitzgerald zu üben.

Auffallend ist der geringe Spachanteil von DiCaprio, der durch einen nicht abbrechenden Leidensweg kompensiert wird. Ebenso Tom Hardy, er liefert als Gegenspieler ein großartiges Schauspiel. Die Großartige Kameraführung und epischen Landschaftsaufnahmen tun ihr übriges dazu: ein wirklich empfehlenswerter uns sehenswerter Film, so das Genre einem liegt.

Ich freu mich schon auf den Directors Cut /Extendet Cut auf Blu-ray!

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