Star Trek Beyond

Da die Kinoreihe Star Trek um die Besatzung des Raumschiffes Enterprise neu startete und im Prequel die Besatzung der Enterprise Star Trek Into Darkness die Erde erfolgreich retten konnte, ging es nun im galaktischen Abenteuer in Star Trek Beyond auf eine 5-Jahres-Mission in Regionen des Universums, in denen nie ein Mensch zuvor gewesen ist (oder doch?).

Captain Kirk scharrt das bekannte Team um sich:

  • Cmdr. Spock also rationaler und zumeist emotionsloser Halb-Vulkanier zuständig für  trockene Sprüche
  • Pille also Dr. Leonard McCoy also hauptamtlicher Quacksalber für Spock
  • Lt. Nyota Uhura, die geplagte Freundin von Spock und Gesprächspartnerin von Krall
  • Fähnrich Pavel Chekov als Navigartor
  • Lt. Cmdr. Montgomery Scott aka Scotty und
  • Lt. Hikaru Sulu am Steuer

Soweit so gut und nichts neues (und ab hier möchte ich die Spoilerwarnung aussprechen), Nach einiger Zeit führt es die Crew zum Auftanken zur Raumstation Yorktown. Hier wird eine Falle ausgelegt und die Enterprise fällt auf einen der ältesten Tricks herein, die es so im Raumschiffbiz gibt: „Mein Schiff und meine Crew sind auf einem Planeten in einem bisher unentdeckten Sternennebel abgestürzt und müssen gerettet werden“.

Der ehemalige Captain der USS Franklin aka Krall zerlegt mit seiner neuen Dronenbande die USS Enterprise NCC-1701, sodass diese evakuiert wird und auf den zerklüfteten Planeten abstürzt. Nur wenige Offiziere (Pille, Spock und Scotty) und Kirk werden nicht gefangen genommen sondern landen an verschiedenen Stellen mit ihren Rettungskapseln. Die Story steht: Die Crew muss gerettet und der bevorstehende Angriff auf Yorktown verhindert werden. Unterstützung gibt es dabei von Jaylah, deren Familie ebenfalls von Krall getötet wurde.

Dabei gibt es standesgemäß auf die Ohren: Während des Showdowns vor Yorktown wird mit „Wummern und Schreien“ (lt. Jaylah) also Sabotage der Beastie Boys der Dronenschwarm zerlegt. Zu dem Song wurde der Charakter James Tiberius Kirk auch autozerlegender-Weise im ersten Film vorgestellt – nette Anspielung! Michael Giacchino hat ansonsten meinen Geschmack mit der Komposition bestens getroffen. Auch der Titelsong von Rihanna „Sledgehammer“ war passig.

Ansonsten dürfte der Film einen eingefleischten Trekkie wohl ein wenig enttäuschen, da der Film doch eher an der Oberfläche bleibt. Wer jedoch erst mit der Neuauflage eigestiegen ist, wird mit diesem Action-Sci-Fi gut unterhalten. Eine tiefere Moral in dem Film zu suchen ist müßig, denn man findet wenig mehr als: „Wir sind stark, wenn wir zusammen sind“. Auch ansonsten wird der Zuschauer eher an die Hand genommen und durch den Film geführt, damit auch bloß keine Missverständnisse aufkommen. Aufgrund des sportlichen Plots auf den 123 Minuten evtl. auch keine schlechte Idee. Auf die Idee von einem durchgedrehten Captain, der sich mittels Vampir-Alienfähigkeit verjüngt und über Raumsonden Logbücher mitliest und so von dem zweiten Artefakt einer Superwaffe Wind bekommt (um sich mit dieser an der Föderation zu rächen, da diese ihn verloren im All alleine gelassen hat), muss man erst mal kommen.

Dennoch habe ich mich sehr gefreut, mal wieder einen unterhaltsamen Sci-Fi-Action-Streifen im Kino gesehen zu haben.

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